SEHENSWÜRDIGKEITEN

 

1. DIE PFARRKIRCHE SANT JOAN BAPTISTA

In den Jahren 1927-1939 wurde die Kirche im Stil einer Basilika nach einem Entwurf von Josep d'Olesa i Frates gebaut und unter dem Rektor Francesc Masiá y Galmés fertig gestellt. Von der vorherigen Kirche (1759-1791) sind noch der Glockenturm, die Mauern, die Kapellen der linken Seite und die Fassade, die in die neue Kirche integriert wurde, erhalten. Die Frontseite mit einem Bild des betenden Johannes des Täufers ist ein Werk von Tomás Vila aus dem Jahre 1944. Das Seitenportal (1587), eingefasst von einem Spitzbogen, gehörte zu der ursprünglichen Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Der Glockenturm ist aus dem Jahr 1729 und hat oben einen Balkon und eine pyramidenförmige Turmspitze.

Die Kirche besteht aus drei Schiffen. Entlang der Seiten und des Eingangsbereiches führt eine Galerie. Die Decken im Bereich des Hauptschiffes und der Galerie sind getäfelt (ein Werk des Künstlers Joan Ginart). Zwischen den Pfeilern der Galerie stehen die Statuen der Apostel, geschaffen von den Künstlern J. Ginart, F. Sitjar, T. Vila und J. Horrach. Die Apsis ist quadratisch mit einem Tonnengewölbe (B. Amorós). Die Hauptmauer zieren Malereien von Pere Barceló, die die Geburt, das Predigen, das Martyrium und die Verherrlichung Johannes des Täufers darstellen.

Rechts vom Presbyterium sehen wir ein zierliches Bild von Pere J. Obrador, das 1919 von G. Galmés restauriert wurde; links steht ein Thron aus Binissalemstein. Bemerkenswert ist auch der Altaraufsatz Nombre de Jesús (1670) mit sieben Abschnitten mit Flachreliefen, wahrscheinlich von Pere J. Pinya. Der Tabernakel, der von Miquel Sacanell restauriert wurde, stammt noch aus der alten Kirche. Über dem Seitenportal befindet sich die Orgel (1873-1901) des Meisters Julià Munar, die 1986 von Pere Reinés restauriert wurde.

In der Sakristei hängt ein Bild von Lluís Jaume Vallespir aus Sant Joan, der 1775 in San Diego in Kalifornien getötet wurde. In der Nähe des Glockenturmes steht ein kleiner Monolith, der ihm gewidmet ist und eine Statue von Tomás Vila aus dem Jahr 1922. In der Galerie der Kirche ist ein Pfarrmuseum eingerichtet.

2. DIE KREUZE

Creu del Revull: Am Ortsausgang gelegen, an der Gabelung der Landstraße nach Petra und des Camí de Son Baró. Es wurde im Jahre 1941 von Joan Ginard geschaffen und ist aus Sandstein (Marés). Es ist ein lateinisches Kreuz mit achteckigem Schaft und Kapitell. Die Arme sind gerade. 1991 wurden die Parkanlage und das Kreuz restauriert.
Es trägt den Spitznamen seines Auftraggebers: Guillem Gayà "Revull".
Creu de ses Roques: Es liegt in der Calle del Sol und wurde 1913 geschaffen. Wie bei den meisten Kreuzen sind der Sockel, der Schaft und das Kapitell achteckig und die Arme gerade. Zu Fuße des Kreuzes fand in alten Zeiten jeden 3. Mai die Segnung der Früchte statt.
Creu de Consolació: Es liegt im Innenhof der gleichnamigen Kirche und stand wahrscheinlich früher im Stadtkern. Demnach wurde es in der Calle del Sol, am Ortseingang aufgestellt und 1913 durch das Creu de ses Roques ersetzt. Es ist aus Sandstein und besonders auffällig sind der quadratische Sockel und der zylindrische Schaft. Es handelt sich um ein lateinisches Kreuz mit geraden Armen.

3. DIE WINDMÜHLEN

Von den neun heute noch erhaltenen Mühlen stehen sechs im Stadtkern oder am Stadtrand. Die übrigen, also die Molí de Son Brondo, Molí de Son Ramón und die Molí d’en Calderer stehen jeweils innerhalb der Länderein von Son Brondo, Son Ramón und Son Juny. Nach den Mühlen Molí d’en Carritxó und Molí d’en Tronca ist das Viertel Barrio des Molins benannt.
Weitere heute nicht mehr erhaltene Mühlen von Sant Joan sind: Molí d’en Xisquet (Calle Mestre Mas 24), Molí d’en Bubó (Calle Mirador 10) und die Molí d’en Puput (am Ende der Calle Fray Lluís Jaume).
Bleiben noch vier weitere Mühlen zu erwähnen: Molí d’en Prudenci (Calle Mirador 15), von der die Mahlsteine erhalten sind, die kleine Mühle Molí Martí Gran (Calle Amistat 24), vollständig restauriert, die Molí d’en Maneta (Puig des Ravellar), sehr abgelegen und die Molí d’en Revull (Calle Lluna i Ermità), die ca. 1850 gebaut wurde.
Zu den Mühlen außerhalb des Dorfes gehört Son Brondo, erbaut im 18. Jahrhundert. Von ihr sind die Mahlsteine erhalten. Außerdem die kleine Molí de Son Ramon, die heute verlassen ist und die Mühle d’en Calderer, von der ebenfalls das Mahlwerk erhalten ist.
Vier der Mühlen sind bewohnt (Carritxó, Tronca, Martí Gran und Calderer). Die anderen sind entweder verlassen oder werden als Taubenschlag genutzt.

4. DIE MÄDCHENSCHULE

Das Gebäude besitzt eine Jugendstilfassade und wurde zur Zeit der Republik erbaut. In ihr wurden Mädchen unterrichtet. Heute beherbergt sie die Post und das Gesundheitszentrum. Sie liegt in der Calle Consolació.

5. DAS KATHOLISCHE ZENTRUM

1922 erbaut, wurde es von dem Rektor Francesc Mas finanziert und diente als soziales und kulturelles Zentrum. In einem Teil war zuerst ein Theater untergebracht und danach ein Kino, bis es 1978 niederbrannte. Im anderen Teil befindet sich das Pfarramt. Im Volksmund wird es Es Centro genannt.
Die Fassade ziert ein Bild von Lluís Jaume, einem Prediger aus Sant Joan, der 1775 in Kalifornien als Märtyrer starb.

6. DIE ÖFFENTLICHEN BRUNNEN

Wenn man Sant Joan in Richtung Petra verlässt, sieht man ein kürzlich restauriertes Schöpfrad, das zum Brunnen Pou de sa Sínia gehört. Gegenüber, auf einer kleinen Grünfläche befindet sich ein weiterer Brunnen, der Pou Llarg. Zu ihm gehören die letzten öffentlichen Tröge des Dorfes. Auf dem Weg in Richtung Consolació finden wir eine neuere Konstruktion vor, die den alten Brunnen Pou de Son Santos ersetzt, der ebenfalls Becken besaß.
Und zuletzt, an der Landstraße nach Villafranca, steht der Pou Nou, der, wie sein Name schon verrät, der neueste Brunnen ist.

7. DIE EINSIEDELEI SANT NOFREE

Es handelt sich um die Reste einer Eremitage aus den Anfängen des 15. Jahrhunderts, fast auf dem Gipfel des Monte de Sant Nofre gelegen. Sie liegt innerhalb der Ländereien des Gutes Sa Bastida. Man weiß sehr wenig über die Einsiedelei. Es gibt ein Dokument aus dem Jahr 1416, das von der Ernennung des Beichtvaters für die Gemeinschaft berichtet, die allerdings kaum mehr als sechs Mitglieder gehabt haben kann. Man weiß, dass die Kapelle Ende des letzten Jahrhunderts restauriert wurde und dass die Bauern hierher kamen, um für Regen zu beten.
Heute ist von der Eremitage nur noch eine Ruine erhalten.

8. SANTUARI DE LA MARE DE DEU DE CONSOLACIÓ

Eine lange und breite gepflasterte Treppe, ein einzigartiges Beispiel der ursprünglichen Volkskultur, führt auf ein Gelände, auf dem sich eine überdachte Zisterne befindet. Man sieht zwei Sonnenuhren des Ingenieurs D. Rafel Soler, die 1986 eingeweiht wurden. In der Nähe befindet sich Ca's Donat.
Im Innenhof gelangt man durch ein schönes Portal in die Kirche, die 1755-1780 renoviert wurde und nochmals 1959-1966 unter der Leitung des Architekten J. Olesea. Im Zuge dessen wurde die westliche Fassade mit einem Säulengang, einem runden Portal und einem Oberlichtfenster mit buntem Glas gebaut. An der hinteren Mauer, dort wo der Patio liegt, befindet sich ein Glockenturm.
Das Kirchenschiff besitzt ein Tonnengewölbe, gestützt von Halbkreisbögen. Die Apsis öffnet sich durch einen zentralen und zwei seitliche Bögen hin zur Heiligennische hinter dem Altar und zu den Treppen, die nach oben führen. Die Nische, mit getäfeltem Dach, wird durch eine Kuppel und sechs Seitenfenster beleuchtet. Die Marienstatue stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und wurde 1917 restauriert. Sie steht in der Wandnische eines Altars, der von dem Künstler Tomàs Vila geschaffen wurde und in den Fragmente von alten Altären integriert wurden.
Vier an die seitlichen Mauern gebaute Bögen bilden flache Kapellen, die verschiedenen Heiligen wie z.B. Sant Pere (mit einer prächtigen Tafel aus dem Konvent von Sant Domingo de Ciutat) gewidmet sind. Am Weg auf den Hügel finden sich Darstellungen der Misterios del Rosario aus Keramik.
9. BESUCH DES LANDGUTES ELS CALDERERS
Eine repräsentative Finca in der Pla de Mallorca aus dem Jahr 1700. Sie spiegelt den herrschaftlichen Charme dieser Epoche wider. Die Zimmer sind heute noch in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Die Finca dehnt sich bis zu der Eremitage Bonany aus. Ställe, ein Weinkeller, Maschinen und alte Werkzeuge zeugen vom Leben in vergangenen Zeiten. Um dort hinzugelangen biegt man an der Landstrasse Palma - Manacor am Km 37 ab.